Kräne auf der Baustelle der Hochgeschwindigkeitsstrecke sabotiert

Saint-Jory (Haute-Garonne, Frankreich) 31. März 2026

Drei Kräne wurden am Dienstag, dem 31. März 2026, auf der Baustelle der „Aménagements ferroviaires du nord de Toulouse“ (AFNT) – einem zentralen Abschnitt der künftigen Hochgeschwindigkeitsstrecke Bordeaux–Toulouse – auf Höhe von Saint-Jory vor den Toren der „Ville rose“ beschädigt, wie Actu Toulouse aus informierten Kreisen erfuhr. Ein Projekt, das in den letzten Monaten wiederholt Ziel von Vandalismus geworden ist.

Nach unseren Informationen haben Arbeiter der Baustelle am Dienstag die Gendarmerie verständigt, um die „Sabotage“ ihrer Arbeitsgeräte zu melden. Vor Ort wurden drei Kräne entdeckt, die beschädigt und mit Graffiti beschmiert waren. Außerdem wurden Zucker und Kieselsteine in den Öltank einer der Baumaschinen geschüttet.

Bislang gibt es noch kein Bekennerschreiben, wie eine Quelle aus Ermittlerkreisen mitteilt. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des ehemaligen Geländes der „Guinguette Vaillante“, wo Gegner der Hochgeschwindigkeitsstrecke in den letzten Monaten wiederholt versucht hatten, auf der Baustelle eine ZAD zu errichten, bevor sie jedes Mal von den Behörden geräumt wurden.
Im Februar 2025 hatte Präfekt Pierre-André Durand zudem „wiederholte Störungen der öffentlichen Ordnung“ sowie „illegale Landbesetzungen, Sachbeschädigungen, Sabotageakte und Brandstiftung an Geräten, die für den Bau dieser Eisenbahnstrecke bestimmt sind“, angeprangert. Und er hatte Maßnahmen ergriffen, um jegliche ZAD zu verhindern.